Die Geschichte unseres Vereins...

 

Gründung des Schiessvereins Knetterhausen.


Die Randlage zur Stadt Versmold führte wahrscheinlich dazu, daß die Knetterhauser im Jahre 1927 ihren eigenen Verein ins Leben riefen. Zunächst war es nur eine Handvoll sportbegeisterter Bürger, die im Gasthaus Plogmann in Knetterhausen den heute weit über die Grenzen Versmolds hinaus bekannten Schiessverein Knetterhauen 1927 e.V. gründeten.



Vereinsgründer:

Albert Wietler Walter Sierges Heinrich Rüweler
Georg Heinecke Gustav Leimkühler Heinrich Wedekämper
Oskar Sommer Rudolf Koch Friedrich Taake
Willi Fromme Heinrich Sieckendiek Willi Cordlandwehr
Heinrich Wallmeier Heinrich Bartling Heinrich Diekmann
Walter Potthoff Heinrich Sötebier Karl Selchert
Willi Steinbrinker Gustav Rocklage Gustav Flottmann
Willi Ammon August Dieckmann Walter Lücker
Emil Peters Heinrich Wittenberg Oskar Nölke
Gustav Pohlmann Fritz Höcker Gustav Sieckendiek
Willi Meyer Friedrich Groß-Knetter  

 

Ausbau des Vereinslebens


Durch die aktive Mitarbeit der Mitglieder wurde auf dem Gelände bei Plogmann durch zur damaligen Zeit noch üblichen Hand und Spanndienste der erste Schießstand mit zwei Bahnen von je 100 Meter für Karabiner K98 erbaut. Bereits nach wenigen Jahren wurde dieser Stand durch die immer größer werdende Zahl der Schießsportbegeisterten Mitglieder auf 3 Bahnen erweitert.

Neun Jahre nach der Gründung, 1936, erhielten die Schützen eine Fahne und weihten sie anläßlich eines der Feste, die in regelmäßigen Turnus abwechselnd bei Ebeler oder Plogmann stattfanden und im besonderem Maße der Geselligkeit dienten.

1939 feierte man zum letzten mal vor Kriegsausbruch ein großes Schießfest.

Der Beginn des zweiten Weltkrieges unterbrach die Aufwärtsentwicklung des Vereines jäh. Im Jahre 1945 wurde der Schießstand bei Plogmann durch die Besatzungsmächte geschlossen und beschlagnahmt. Der Schießstand wurde zu Behelfswohnungen umgebaut.

Manch einer der Mitglieder fiel draussen an der Front und nach dem Krieg waren viele Dinge dringender als die Wiederbelebung eines Vereins, von dem zwar erzählt wurde, an den man sich nur zu gern erinnerte. Und so duarete es immerhin knappe 20 Jahre, bis sich wieder eine Handvoll Männer fand, die sich auf die Tradition dieser sportlichen Gemeinschaft besannen.

Durch die tatkräftige Unterstützung, der "Veteranen" und der Initiative neuer, junger Leute wurde der fast vergessene Schiessverein Knetterhausen im Jahre 1964 wieder ins Leben gerufen.

Zunächst begnügte man sich mit Luftgewehr schießen im ehemaligem Schießstandgebäude bei Plogmann. Nach kurzer Zeit stellte sich jedoch heraus, das die Anlage in keiner Weise mehr den Anforderungen genügte. Nach Verhandlungen stellte die Familie Ebeler Kellerräume für den Luftgewehrsport zur Verfügung. Hier wurde ein Luftgeweherstand mit 3 Bahnen errichtet.

Durch die wieder stark ansteigende Zahl der Mitglieder reichte diese behelfsmäßige Einrichtung nach kurzer Zeit schon wieder nicht aus.

Die Mitglieder des Schießvereins besannen sich auf die eigene Kraft und beschlossen, erneut einen eigenen Schießstand zu bauen. Das ehemaligen Gelände stand aber inzwischen nicht mehr zur Verfügung. Unter nicht unerheblichen Opfern an Freizeit und finanziellen Mitteln erbauten die Vereinsmitglieder hinter der Gaststätte Ebeler auf dem Gelände von Herbert Wessel einen neuen Schießstand. Das Gelände wurde zunächst gepachtet, da Mittel für den Grunderwerb nicht mehr zur Verfügung standen.

Im Oktober 1971 wurde der neue Stand seiner Bestimmung übergeben. Damit standen jetzt 4 Kleinkaliber-, 3 Luftgewehr- und 1 Pistolenstand zur Verfügung. Später wurden die Luftgewehrstände auf 9 Bahnen erweitert. Zusätzlich wurde ein grosser Gesellschaftsraum für 60 bis 70 Personen gebaut. Damit waren alle Weichen für eine günstige Entwicklung des Vereins gestellt. Auf dem Pistolenstand wurde zusätzlich eine Duellschiebe montiert, ein Knüller für die Schützen. Auf diesem modern eingerichteten Stand wurden schon Kreismeisterschaften des Schützenkreises Bielefeld durchgeführt.

Feierte man vor dem Kriege schon rauschende Feste, so gehören zur heutigen Zeit die Vereinsfeste des Schiessvereins Knetterhausen von 1927 e.V. zu den Höhepunkten des Vereinslebens. Nach Neugündung im Jahre 1964 feierte der Verein zunächst im kleineren Rahmen.

1969 wagte man ein großes Zeltfest auf dem Hofe des Gastwirtes Ebeler zu feiern. Es waren genau 30 Jahre vergangen bis man wieder ein großes Fest feirn konnte. Die Vereins Mitglieder hatten keine Mühe gescheut um es zu einem Höhepunkt in Loxten-Knetterhausen werden zu lassen.

Inzwischen sind die Schießfeste wieder zur festen Tradition geworden, die die Bevölkerung über die Stadtgrenzen Versmolds hinaus zum Festplatz am jetzigen Schießstand in Knetterhausen anzieht.

Erstmals wurde im Jahre 1972 auch mit dem Königsschießen begonnen, welches alle zwei Jahre stattfindet. Dem glücklichem Schützen des Adler wird jeweils für zwei Jahre die Regentschaft über das feiernde Schützenvolk übertragen. Das Bierkönigschießen wird seit langer Zeit schon jährlich durchgeführt.

Seit dem Jahre 1975 feiern die "jüngsten" des Veriens ihr eigens Kinderschützenfest. Hierbei wird alljährlich ein Kinderköngspaar ermittelt.

Die überaus gute Beteiligung an diesem Fest zeigt, daß die Knetterhauser nicht nur am aktivem Schießsport teilnehmen, sondern auch verstehen, gemütliche und begeisternde Feste unter Beteiligung der übrigen Bevölkerung zu feiern.

Im Jahre 1977 feierte der Schiessverein Knetterhausen das 50jährige Bestehen. Der Verein war gleichzeitig Ausrichter des Kreisschützenfestes der Schützenvereine "Rund um die Ravensburg".

Der Vereinigung Schützenvereine "Rund um die Ravensburg" gehören folgende Vereine an:

Schützenverein Borgholzhausen
Schützengesellschaft Halle Westfalen
Schützenverein Werther
Schützenverein Westbarthausen-Kleekamp
Schiessverein Knetterhausen


Der Schritt des Schiesvereins Knetterhausen, dieser Vereingung beizustreten, hat sich als richtig erwiesen. Hier feiern gleichgesinnte Vereine - Schützenvereine des ehemaligen Altkreises Halle jedes Jahr ein Kreisschützenfest und tragen somit zur Förderung und Erhaltung der Kammeradschaft auf breiter Basis bei.

Anfang 1977 übernahm der Schiessverein Knetterhausen den ehemaligen Fanfarenzug der Firma Stockmeyer. Rund 25 Musikbegeisterte Vereinsmitglieder, davon viele Schüler und Jugendliche, übten regelmäßig einmal in der Woche, um den Verein bei Festen und feierlichkeiten musikalisch zu begleiten. Für diese Übungsabende stand ein bekannter Übungsleiter mit langjähriger Erfahrung hilfreich zur Seite. Eine Zackige Uniform für die Mitglieder des Fanfarenzuges wurde ebenfalls angeschafft. Neben der sportlichen betätigung stand dem Verein somit auch eine musische zur Verfügung. Nach 24 Jahren wurde die Musikgruppe mangels Nachwuchsproblemen dann aber leider aufgelöst.



Bauliche Veränderungen


Der Schiessverein plante lange Zeit die Erweiterung der bestehenden Schießsportanlagen. Überdurchschnittliche Mitglieder Zuwächse, der Verein zählt heute weit über 500 Mitglieder, machten eine Erweiterung notwendig. Der erste Schritt zur Realisierung des Vorhabens war der Erwerb des bislang gepachteten Grundstücks.

Im November 1978 erwarb der Schiessverein Knetterhausen das Grundstück in Größe von rund 6500qm. Der Grundstückserwerb war unabdingbare Voraussetzuing für die Planung und Durchführung weiterer Projekte.

Auf grund der ständigen Ausweitung des Schießbetriebes reichte die Kapazität des damiligen Schißstandes in keiner weise mehr aus.

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